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Tarifvertrag öffentlicher dienst erzieher brandenburg

04 aug Tarifvertrag öffentlicher dienst erzieher brandenburg

Zur Veranschaulichung folgt eine Berechnung des Einstiegsgehalts, des Gehalts nach 15 Jahren Berufserfahrung und des Letzten Gehalts eines Lehrers als nationaler Durchschnitt nach Bildungssektor. Die Berechnung basiert auf den gesetzlich oder vertraglich vereinbarten Jahresgehältern aller Lehrer an öffentlichen Schulen. Darin enthalten sind Zulagen und Sonderzahlungen. Die Beispiele gehen davon aus, dass die Lehrer keine Kinder haben und unverheiratet sind und dass sie somit keinen Anspruch auf eine Familienbeihilfe oder Sonderzahlungen für Kinder haben. Angesichts der Notwendigkeit, abwesende Lehrer abzusichern, kann sich der Schulleiter zunächst auf das vorhandene Lehrpersonal verlassen. Nach den geltenden allgemeinen Beamtenordnungen sind die Lehrer verpflichtet, vorübergehend zusätzliche Arbeiten zu verrichten, für die zunächst kein finanzieller Ausgleich gewährt wird. Wird die Anzahl der Zeiten, die Lehrer im Unterricht verbringen müssen, um mehr als drei Zeiträume pro Monat überschritten, so kann eine zusätzliche Arbeitsentschädigung gewährt werden. Die zusätzliche Arbeitsvergütung für die Einzelstunde wird durch Verordnungen der Länder geregelt. Für die Vergütung von Lehrern mit Arbeitnehmerstatus gelten die Bestimmungen des Tarifvertrags für den öffentlichen Sektor der Länder (TV-L).

In Berlin werden Lehrer nur als Angestellte eingestellt. Sachsen hat beschlossen, dass von 2019 bis 2023 vorerst neu eingestellte Lehrer mit kompletter Ausbildung Beamte sein können. Sozialarbeiter und Sozialpädagogen sind häufig beim Bund oder in den Kommunen beschäftigt. Ihr Gehalt wird dann auf der Grundlage des geltenden Tarifvertrags für Beamte (TVoeD) festgelegt. Um den unterschiedlichen Aufgaben der Sozialarbeit Rechnung zu tragen, wurde eine eigene Tabelle für Sozial- und Bildungsdienste auf lokaler Ebene (TVoeD-SuE) eingeführt. Sie gliedert sich in verschiedene Gruppen, wobei sich die Gruppen S 11 bis S 18 für Hochschulsozialarbeiter und Sozialpädagogen bewerben. Innerhalb dieser Gruppen gibt es mehrere Entwicklungsstadien, die von der Dauer der Beschäftigung abhängen. Das Einstiegsgehalt von Sozialarbeitern und Sozialpädagogen liegt daher je nach Rolle zwischen 2.784 und 3.610 Euro pro Monat. Mit zunehmender Erfahrung wird ihr Gehalt nach 17 Jahren Beschäftigung auf maximal 4.152 Euro und 5.446 Euro pro Monat steigen. Die gültige Gehaltstabelle, aktuelle Informationen und ein Gehaltsrechner werden auf einer unabhängigen öffentlich-rechtlichen Plattform bereitgestellt.

Die Mehrheit der Lehrer in den ostdeutschen Bundesländern – mit Ausnahme Brandenburgs – hat derzeit den Status von Angestellten. Die Lehrer, die ihre Lehrqualifikation in der DDR erworben hatten, konnten aber auch auf der Grundlage des Einigungsvertrags und der Landesordnung als Beamte eingesetzt werden. Die Ständige Kultusministerkonferenz der Länder einigte sich im Mai 1993 auf die Anerkennung von Lehrerausbildungskursen in der ehemaligen DDR und deren Zuordnung zu konventionellen Karrierewegen (Vereinbarung über die Anerkennung und Zuordnung der Lehrerausbildungsgänge der ehemaligen DDR zu herkömmlichen Laufbahnen), um die Gehaltsgruppen von Lehrern zu klären, die ihre Ausbildung in der DDR erhalten haben. Die Vereinbarung hat dazu beigetragen, dass in den meisten ostdeutschen Bundesländern Regelungen erlassen wurden, nach denen das Lehrpersonal den Beamtenstatus erhalten und in die Lohnstruktur der westdeutschen Bundesländer integriert werden kann. Auch in der Tarifrunde konnten die Gewerkschaften Fortschritte erzielen: Die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder arbeiten ab 1. Januar 2020 mit den gleichen Lohnkonditionen wie ihre Kollegen in Bund und Kommunen. Das bedeutet deutlich mehr Geld im Portemonnaie für die Mitarbeiter, was laut GEW-Chef “ein deutliches Zeichen für die Anerkennung der gesellschaftlich wichtigen Arbeit ist, die Erzieher und Sozialarbeiter leisten”.