Székelydálya | Warschauer Vertrag brandt
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Warschauer Vertrag brandt

14 aug Warschauer Vertrag brandt

Eine riesige Sammlung von Rafaé Schermann wurde gestohlen, um die Wohnungen und Büros des deutschen Warschauer Bürgermeisters Ludwig Leist und seiner Untergebenen auszustatten. Schermann war ein weltberühmter Parapsychologe und Graphologe polnischer Herkunft, der 1936 aus den Vereinigten Staaten nach Polen zurückkehrte. Im Artikel in der Zeitschrift “As” von 1939 ist ein Foto von Schermann von seiner beeindruckenden Sammlung umgeben. Er soll 400 Gemälde unter anderem von Rembrandt, Velasquez, Teniers und van Eyck mit Echtheitszertifikaten besessen haben. Auf dem Bild befindet sich eine Kommode mit einer Sammlung von 3.300 ausgefallenen Glocken. Er sammelte etwa 350 antike Uhren und Uhren verschiedener Art. Zusätzlich bewahrte er 100 Schnupftabakkästen und antike Funde in Schubladen auf. Zunächst deponierte er seine gesamte Sammlung in einer Wohnung in der Karmelicka-St. 16 in Krakau. Ein Jahr vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs beschloss er, nach Warschau in eine Wohnung in der Koszykowa-Straße 19 zu ziehen.

Im August 1939, kurz vor Kriegsausbruch, ging der Graphologe in die Sowjetunion und ließ seine Sammlung in seiner Wohnung in Warschau zurück. Es fehlen rafaaSchermann und seine außergewöhnliche Sammlung. Es wird gemunkelt[15], dass die Sammlung im Dezember 1939 beschlagnahmt wurde. Verfolgte Juden wurden von Polen gerettet, die ihr eigenes Leben und ihr ganzes Hab und Gut riskierten. Die versteckte Juden könnten die größte finanzielle Hilfe vom Rat erhalten, um Juden zu helfen. allein in den Jahren 1943-1944 gaben sie mehr als 37 Millionen PLN und 50 000 US-Dollar für diesen Zweck aus. Nach der Schließung des jüdischen Viertels versteckten sich etwa 20.000 Menschen in Warschau, 4000 wurden von der Stadt unterstützt[30]. Ludwik Munk, Ingenieur und Bauunternehmer, versteckte sich in einer Drei-Zimmer-Wohnung in der Straße Berezyska.

1940 wurde die Wohnung aufgrund einer Denunziationsnotiz von der Gestapo übernommen, doch dem verfolgten Juden gelang die Flucht. Der Mann verlor seine Wertsachen, darunter 22 Gemälde von J. Faéat, S. Filipkiewicz, F. Ruszczyc, J. Pankiewicz, L. Gottlieb und anderen. Außerdem wurde auch sein Handwerk beschlagnahmt: Persische Teppiche, altes Porzellan, Glas, Silber und Kabinettmöbel, “sehr wertvolle Antiquitäten”[31].